• bjoernfreiberg

3 Dinge die du genau JETZT tun kannst!

Aktualisiert: Jan 9

Corona, Corona, Corona!


Mittlerweile sind wir es wohl alle leid. Während der Lockdown gerade zu Beginn für viele sicher erstmal eine Art Aneinanderreihung von Sonntagen war, ist er das schon längst nicht mehr. Viele Menschen sitzen Zuhause und verbringen viele Stunden damit, auf Social Media zu scrollen oder Netflix zu schauen. Wenn wir die Pandemie nicht nur als Situation begreifen, die uns einschränkt und einige Herausforderungen mit sich bringt, sondern verstehen, dass sie uns auch viele Chancen bietet, dann können wir sie uns sogar zunutze machen. In diesem Artikel gebe ich dir daher drei Denkanstöße und Vorschläge mit, die dir dabei helfen können, diese Zeit gut zu überstehen und sie für dich zu nutzen.


Hier die 3 Tipps in der Kurzfassung:

  1. Halte soziale Kontakte auf Distanz aufrecht. Schreibe, telefoniere, skype oder triff dich mit mindestens 2 Personen am Tag auf einen Zoom Call. Gerade gegen Abend lässt sich der Tag wunderbar mit einem heißen Tee und einem leckeren Weihnachtsgebäck ausklingen!

  2. Investiere in dich selbst! Nutze die Zeit, um zu lernen, zu lesen und die Dinge zu machen, die du schon immer mal tun wolltest, für die dir dein stressiger Alltag aber nie Zeit gelassen hat!

  3. Lass deine Haare wachsen. Nicht als Experiment, sondern für soziale Zwecke!


1. Bemühe dich, soziale Kontakte zu erhalten (auf Distanz!)

Wir alle schätzen unsere Freunde und genießen es, uns mit ihnen zu treffen, gemeinsam beisammen zu sitzen und uns über das Leben zu unterhalten. Leider erfordert die Pandemie, dass wir uns gerade von den Leuten, die uns besonders am Herzen liegen, fernhalten, um einander nicht zu gefährden, insbesondere wenn wir oder uns Nahestehende (und deren Nahestehende usw.) Kontakt mit Risikogruppen haben. Sicherlich ist es ab und an möglich, sich unter freiem Himmel auf Distanz zu treffen und spazieren zu gehen. Und doch ist es irgendwie nicht dasselbe. Mir fehlen die Umarmungen und die kleinen Berührungen genauso sehr wie dir. Uns gegenseitig zu bestärken und miteinander zu reden hilft uns, die Willenskraft und Energie aufzubringen, um nicht gegen die notwendigen Maßnahmen zu demonstrieren oder uns gar verantwortungs- und rücksichtslos zu verhalten. Und weil soziale Kontakte so wichtig sind und ein Netz bilden können, dass uns auffängt und in schweren Situationen unterstützt, versuche ich mit mindestens zwei Personen pro Tag entweder zu schreiben, zu telefonieren, zu skypen oder oder. Mein „Geheim“-Tipp: Kuschele dich Abends wenn die Sonne untergeht in eine Decke, setz dich mit einer großen Tasse deines Lieblingstees ans Fenster und telefoniere dabei mit deinen Liebsten! Und liebe Männer – das mit der Decke gilt auch für euch 😊


2. Investiere in dich selbst!

Wir alle sollten mehr lesen, mehr lernen und generell mehr Zeit damit verbringen in uns selbst zu investieren. Warum? Ganz einfach, unser Leben lang, werden wir immer von einer Person begleitet – uns selbst. Die Qualität unserer Gedanken beeinflusst auch die Qualität der Erfahrungen, die wir im Leben machen. Wenn wir also unser Wissen erweitern, gewinnen wir neue Perspektiven. Und wenn wir dabei auch noch achtsam sind und diese neuen Perspektiven in ihrem Entstehen bemerken, löst das oft in uns ein Gefühl des Staunens aus.


„Es tut dem Menschen gut, wenn ihm ab und zu die Luft wegbleibt, wenn er mit offenem Mund und großen Augen dasteht wie ein Kind.“


Nun wäre es sehr einfach dir zu sagen „Lies einfach mehr Bücher!“, doch wie wir wissen, wird nur davon, dass wir wissen, dass etwas gut für uns ist, das Lesen noch lange nicht zur regelmäßigen Gewohnheit. Das gleiche gilt natürlich auch für Sport und andere Dinge, die gut für uns sind.


Ich habe mir ein paar Gedanken darüber gemacht, wie wir mehr lesen können. Du kannst das Lesen natürlich auch mit einer beliebigen anderen Aktivität ersetzen. Dadurch, dass ich in der Pandemie viel weniger unterwegs bin und mehr Zeit zuhause verbringe, spare ich auch eine Menge Zeit, die ich ansonsten in Bus oder Bahn sitzen würde. Früher habe ich die Zeit häufig dafür genutzt Hörbücher zu hören, heute nutze ich sie, um zu lesen (oder Hörbücher zu hören 😉). Nehmen wir einfach mal an, dass du deine sozialen Kontakte fast auf 0 heruntergefahren hast. Dann sparst du also diese Zeit und die Zeit, die du mit der Bus- oder Bahnfahrt verbringen würdest. In 1. Habe ich schon darauf hingewiesen, dass wir soziale Kontakte unbedingt behalten und pflegen sollten, deswegen plädiere ich auch nicht dafür, die gesamte Zeit, die du jetzt „sparst“ in das Lesen von Büchern oder gar wissenschaftlicher Literatur zu investieren. Nein, sagen wir du würdest normalerweise etwa 1h pro Woche in Bus oder Bahn sitzen, die du jetzt nicht dort sitzt. Dann könntest du diese 1h pro Woche z.B. dafür nutzen, ein Buch zu lesen. Statt 1h am Stück zu lesen, nimm einfach jeden Tag ein Buch für 10 Minuten direkt nach dem Aufstehen in die Hand. Wenn du das seit Beginn des ersten Lockdowns getan hättest, hättest du nun etwa 36h mit dem Lesen von Büchern verbracht oder anders ausgedrückt: bei einer durchschnittlichen Lesegeschwindigkeit hättest du in dieser Zeit 6-7 Bücher gelesen. 6-7 Bücher klingt erst einmal nicht viel, aber mal ehrlich: Wie viele Bücher hast du in 2019 gelesen? Auf einmal sind 6-7 Bücher doch eine ganze Menge oder? Insbesondere wenn es sich um solche handelt, die deinen Horizont erweitern und dir dabei helfen, dich selbst nach deinen Vorstellungen zu formen. Eine kleine praktische Übung habe ich noch für dich: Überleg einmal welche 6-7 Bücher du gerne lesen würdest, die du aber aufgrund von Zeitmangel o.ä. bislang noch nicht gelesen hast. Entscheide dich für eines von ihnen, leg es dir heute ans Bett und fang an zu lesen 😉


Übrigens: falls dir kein Buch einfällt oder du gern ein paar Vorschläge hättest, welche Bücher ich empfehlen kann, dann erfährst du hier mehr.


3. Lass deine Haare wachsen!

Bitte was? Ich soll meine Haare wachsen lassen? Ja! Das ist tatsächlich ein ernst gemeinter Vorschlag. Ich selbst lasse seit Beginn des ersten Lockdowns meine Haare wachsen. Allerdings hat das nichts mit einer plötzlichen Angst vor meinem Friseur oder der Sorge über eine mögliche Ansteckung zu tun. Tatsächlich ist der Grund dafür ein anderer.


Als ich mir Gedanken darüber gemacht habe, welche Tipps oder Ideen ich mit dir in diesem Blogpost teilen möchte, kam mir in den Kopf, dass dieser etwas ausgefallene Tipp vielleicht wirklich einer ist, an dem viele Leute Interesse haben könnten. Einerseits sind unsere sozialen Kontakte eingeschränkt, sodass wir grundsätzlich weniger „gesehen werden“, andererseits haben wir die Hälfte der Zeit in der Öffentlichkeit sowieso eine Maske im Gesicht und im Winter tragen wir des Öfteren auch eine Mütze oder Kapuze, um uns warm zu halten. So gesehen ist also jetzt der optimale Zeitpunkt, um mit längeren Haaren zu experimentieren! Aber wer mich kennt wird wissen, dass ich meine Haare natürlich aus einem ganz bestimmten Grund wachsen lasse und das ist tatsächlich so. Ich gedenke nämlich im kommenden Jahr, wenn die Haare ausreichend lang gewachsen sind, diese in Form einer Echthaarperücke zu spenden. Viele Menschen, die durch Chemotherapien oder andere Erkrankungen ihre Haare verlieren, verlieren damit auch ein Stück Identität und Lebensqualität. Diesen Menschen kann häufig mit einer einfachen Perücke geholfen werden. Und weil mich das nichts kostet, ist es mir ein Anliegen, gerade in einer Zeit wie dieser Menschen zu unterstützen, die es noch schwerer haben, weil sie zusätzlich zum Lockdown noch mit Krebs oder anderen Krankheiten zu kämpfen haben.


Auf eine Sache möchte ich an dieser Stelle auch noch hinweisen – viele unserer Mitmenschen sind durch die Pandemie finanziell stark eingeschränkt. Das betrifft nicht nur mich, weil Workshops, Seminare oder Vorträge zurzeit nicht so einfach durchführbar sind, sondern es betrifft auch die allermeisten anderen Menschen, egal in welchem Beruf sie arbeiten. Aller Wahrscheinlichkeit nach geht es auch dir so. Dadurch, dass sehr viele von uns von finanziellen Einschränkungen betroffen oder gar in unserer Existenz gefährdet sind ist sozialer Zusammenhalt nun umso wichtiger. Deswegen seit nett zueinander, unterstützt euch wo immer ihr könnt und tragt dazu bei, die Welt so zu gestalten, wie wir sie uns wünschen: voller Nächstenliebe und Hilfsbereitschaft!


Wenn wir uns nun das Thema Hilfsbereitschaft und soziale Unterstützung anschauen, dann werden wir feststellen, dass auch viele der Organisationen, die sich für eine bessere Gesellschaft – in welcher Form auch immer – engagieren, weniger Einnahmen durch Spendengelder haben als zuvor. Solltest du also in der glücklichen Lage sein, dass deine Einnahmen oder dein Einkommen nicht deutlich gesunken ist, dann versuch vielleicht in dieser Zeit 5 oder 10% mehr zu spenden, wenn es dir nicht weh tut. Denn viele Leute, die es gerade gern tun würden, können das aktuell nicht! Und wenn du zu den Menschen gehörst, die Einkommenseinbußen haben, dann nutz vielleicht diese (oder eine andere kostenlose) Möglichkeit und lass deine Haare wachsen. Du kannst auch Blut spenden gehen oder dein Haus aufräumen und Dinge spenden, die du nicht mehr benötigst. Wenn du noch weitere Ideen hast, was es für Möglichkeiten gibt, soziale Zwecke kostenlos oder kostengünstig zu unterstützen, dann teile sie gern in den Kommentaren!


In diesem Sinne wünsche ich dir und uns allen alles Gute, dass wir gesund bleiben und uns weder Corona noch die Grippe oder irgendetwas anderes erwischt. Bis bald 😊


Björn



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